Amtsblatt vom 17.11.2004

Ehrenamtlicher Einsatz als ein Vorbild für jüngere Generation

Helmut Schöps erhielt die Freiherr-vom-Stein-Plakette.
Der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Dr. Josef Peter Mertes, hat in Vertretung von Innenminister Walter Zuber 50 ehrenamtlichen Kommunalpolitikern aus dem Bereich der ehemaligen Regierungsbezirke Koblenz und Trier in Anerkennung ihrer Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung in Mülheim-Kärlich die Freiherr-vom-Stein- Plakette verliehen.


Herausragende Leistungen

"Es werden Persönlichkeiten geehrt, die mit langjährigem und zeitaufwändigem Einsatz in einem kommunal-politischen Ehrenamt herausragende Leistungen erbracht haben", so Dr. Mertes. Neben der Modernisierung von Staat und Verwaltung und der sozialpolitisch bedeutsamen Bauernbefreiung ist der Name des Freiherrn vom Stein, der 1757 geboren wurde, insbesondere mit der Kommunalreform verbunden.

Anlässlich seines Geburtstags am 26. Oktober wird alle drei Jahre die Plakette in seinem Gedenken an Bürger verliehen, die sich mit besonderem kommunalpolitischen Engagement für die Gemeinschaft eingesetzt haben.

Bei der feierlichen Übergabe sagte ADD-Präsident Dr. Mertes: "Alles staatliche Handeln ist ohne die konstruktive Mitwirkung des freien Bürgers nutzlos und wirkungslos. Denn was bringt die schönste Staatsform, wenn sie nur auf dem Papier existiert, nicht aber in den Herzen der Menschen verankert ist. Deswegen ist unser Gemeinwesen auf verantwortungsbewusste Bürger angewiesen".

Die Landesregierung sehe es als politische Aufgabe von hoher Priorität an, so Dr. Mertes, die Ehrenamtlichen zu ermutigen und vielfältig zu unterstützen. Das verdienstvolle Wirken der Geehrten im Geiste des Freiherrn vom Stein solle zugleich Beispiel für die junge Generation sein, sagte Dr. Mertes weiter.




Handeln vor Ort ist wichtig

"Mit der Annahme der Auszeichnung übernehmen die Träger auch die Aufgabe, Vorbild für junge Menschen zu sein, für die die demokratische Lebensform und die kommunale Selbstverwaltung in der Bundesrepublik Deutschland etwas Selbstverständliches geworden sind. Erklären Sie der jungen Generation die Notwendigkeit der Beteiligung am kommunalen Leben, denn nur durch Handeln vor Ort kann man gestalten und verändern. Wenn wir diesen Zusammenhang vermitteln können, brauchen wir uns über die künftigen Kommunalpolitiker keine Sorgen zu machen", so der ADD-Präsident.