Ortsportrait

Allgemeine Angaben

Die Gemarkung Cramberg umfasst insgesamt 525 Hektar.

Waldfläche beträgt ca. 187 ha, hierin sind die gesamten Hanglagen zur Lahn einbezogen; die bewirtschaftete Nutzwaldfläche beträgt 104 ha. Der landwirtschaftlichen Nutzung unterliegen ungefähr 270 ha.

Das Dorf hat eine mittlere Höhenlage von 200 m über Meeresspiegel, der höchste Punkt auf der "Halbinsel" liegt 216 m über NN.

Die Lahn liegt ca. 100 m über Meeresspiegel; das Oberwasser an der Cramberger Schleuse hat 102 m, der Auslauf des Kraftwerkes liegt bei Normalwasser bei ca. 94 m über NN.

Die Lahn bildet auf einer Länge von 7,5 km die Gemarkungsgrenze, der Grenzverlauf ist in der Flussmitte. Die Grenze zur Gemarkung Steinsberg wird durch den jeweiligen Verlauf des Hellbaches gebildet.

Die Gemarkung hat als Besonderheit zwei kleine Exklaven, die keine räumliche Verbindung zum Rest der Gemarkung haben. Diese Exklaven sind von der Gemarkung Balduinstein/Schaumburg umschlossen; diese Flächen sind im Bereich des Jagdreviers nicht enthalten. Als Ausgleich hierfür ist eine besondere Jagdgrenze mit der Gemeinde Balduinstein vereinbart.

Die Cramberger Kirmesgeschichte und -fahnen von 1939 bis heute

Diese Zusammenstellung ist der Versuch, die Geschichte der Kirmesfahnen in Cramberg in Bildern zu dokumentieren.

 

Zur Kirmes des Jahres 2013 habe ich alle ehemaligen Kirmesburschen aufgerufen, ihre Fahnen zum Frühschoppen am Kirmessonntag mitzubringen.

 

Den älteren Kirmesburschen habe ich angeboten, die Fahnen künftig bei der Gemeinde im Dorfgemeinschaftshaus aufzubewahren.

 

Diese Fahnen sollen in Zukunft am Kirmessamstag und Kirmessonntag in der Turnhalle aufgehängt werden.

 

Am Sonntag konnten zum Frühschoppen bereits acht Fahnen an der Hallendecke angebracht werden.

 

Im Anschluss wurden drei weitere Fahnen an die Gemeinde übergeben.

 

Zu dem Platzkonzert auf dem Dorfplatz erschienen alle anderen (jüngeren) Kirmesburschen mit den Fahnen.

 

Danach hatte ich die Gelegenheit, alle Fahnen zu fotografieren, um dieses Dokument schaffen zu können.

 

Es ist heute nicht mehr festzustellen, seit wann es in Cramberg die Kirmes und die Kirmesburschen gibt.

 

Es heißt, dass in früheren Jahren die Kirmes immer am ersten oder zweiten Wochenende im September abgehalten wurde.

 

Dies scheint bis zum Jahr 1938 so gewesen zu sein.

 

Der Festwirt hatte beklagt, dass im September häufig kühle oder schlechte Witterung gewesen sei und eine Vorverlegung auf das erste Wochenende im Juli angeregt.

 

Offensichtlich fand die Kirmes 1939 erstmals im Juli statt.

 

Wäre es in diesem Jahr bei dem vorhergehenden Termin geblieben, wäre die Kirmes sicherlich wegen des Kriegsbeginnes ausgefallen.

 

Ich bin bemüht, weiterhin Informationen über die Geschichte der Cramberger Kirmes zu sammeln.

 

Vielleicht kann der eine oder andere mit Geschichten oder Bildern dazu beitragen.

 

Dies wird jederzeit gerne angenommen!

verfasst von Helmut Schöps

Zur Geschichte von Cramberg

Die urkundliche Erwähnung des Ortes Cramberg

 

Die älteste vorgefundene Urkunde über den Ort Cramberg stammt aus dem Jahre 1261.

Nach der Abfassung dieser Urkunde wird von dem darin genannten Ritter Heinrich, genannt Mul von Habenscheid, eine Urkunde seines Vaters vorgelegt, die seine Ansprüche bestätigt und mit dem Stempel und der Unterschrift des ehemaligen Abtes von Bleidenstadt Gottfried versehen ist.

Gottfried wird an anderer Stelle schon um 1170 genannt. Die von dem Ritter Heinrich vorgelegte Urkunde, in der Cramberg erwähnt sein muss, dürfte also etwa 100 Jahre älter gewesen sein.

Cramberg stand durch die Stifte und Klöster Prüm und Bleidenstadt von alters her in enger Verbindung zu Habenscheid; sei es kirchlich oder durch die vorhandenen Güter.

Habenscheid wird schon 790 unter dem Namen "Abothisscheid" erwähnt.

Es kann mit Bestimmtheit angenommen werden, dass aus dieser Zeit auch Niederschriften oder Urkunden über den Ort Cramberg vorhanden waren.

In einer Schrift aus dem Jahre 1779, der "Originum Nassoigarum Pars Prima Historica" wird im Zusammenhang mit anderen Orten im Einrichgau unter dem Jahre 1197 auch "Kramberc" genannt.

In der "Beschreibung des Herzogthums Nassau" des Dekan Christian Vogel aus dem Jahre 1843 ist Cramberg mehrfach erwähnt. Der Zusammenhang mit dem seit 790 nachgewiesenen Habenscheid wird herausgehoben; ein eindeutiger Nachweis für eine frühere Existenz von Cramberg ist hier aber nicht erbracht.

Die Urkunde von 1261 kann bestenfalls als die älteste vorgefundene Urkunde bezeichnet werden, sie kann aber nicht die älteste Urkunde Crambergs sein. Der Ort hat seinen Ursprung mit Sicherheit in weitaus früheren Jahren.

 

 

Die Cramberger Schule

Mit dem beginnenden 17. Jahrhundert wurden die ersten Volksschulen gegründet. Diese entstanden zuerst in den Städten, später dann in den Landgemeinden. Die Schulen unterstanden in dieser Zeit nicht dem Staat oder den Gemeinden sondern der Kirche. Schulgebäude kannte man in der damaligen Zeit noch nicht, in allen möglichen größeren Räumen oder sogar Wohnstuben wurde unterrichtet.In einem Protokoll des Staatsarchivs steht unter dem 7.6.1730: Bereits im Jahr 1710 hat der ältere Schulmeister Seybert erklärt, dass er die Schule nicht länger in seinem eigenen Hause halten könne und wolle, es sei ein übler Geruch und der Kinder seien zu viel. Der Schulmeister Simon Seybert erklärt 1720, dass er noch immer in seinem Elternhaus Schule halte, da in Cramberg kein Schulhaus vorhanden sei.Im Jahr 1736 wird ein Wohnhaus mit Stallungen, Garten und einer dahinter liegenden Hofraite "bis an die Schmiede" auf den heiligen Gärten für 80 Reichsthaler erworben. In diesem Gebäude ist fortan die Cramberger Schule eingerichtet. (Dieses Grundstück ist heute Hauptstraße 19)

1782 wurde in Cramberg eine neue Schule gebaut. Diese Schule befand sich vor dem Eingang zur Kirche und neben dem alten Backhaus/Rathaus an der Burgstraße. Das Gebäude wurde 1978 abgerissen; an dieser Stelle ist heute der Dorfplatz.

Etwa hundert Jahre später wurde eine neue, größere Schule mit zwei großen Unterrichtsräumen sowie zwei Lehrerwohnungen gebaut. Diese Schule fand Verwendung bis 1973, etwa zwei Jahre später wurden das Schulgebäude sowie das neu errichtete Lehrer-Wohnhaus von der Gemeinde verkauft.

Im Herzogtum Nassau wurde im Jahr 1813 die Oberleitung des Schulwesens den kirchlichen Behörden entzogen und der Regierung übertragen. Gleichzeitig wurden erstmals Prüfungen und Befähigungen für das Lehreramt verlangt. Die Führung von Schulchroniken wurde vorgeschrieben.

Die Grund- sowie die Hauptschule in Cramberg hatten Bestand bis zur Gemeindereform in Rheinland-Pfalz 1970. Ziel der damaligen Reform war es, die kleinen Dorfschulen in den einzelnen Orten aufzulösen und zu großen Schulen zusammenzuführen. Für Cramberg bedeutete dies, dass alle Schüler nach Diez fahren sollten; dort ist der Sitz der neu geschaffenen Verbandsgemeindeverwaltung, zu der auch die Gemeinde Cramberg gehört.

Wegen Überbelegung der Diezer Schulen wurde diese Eingliederung nicht verwirklicht. Die Cramberger Schüler sollten nunmehr in einer Übergangslösung in die neu gebildete Esterauschule in Holzappel eingeschult werden.

Am 1. August 1971 wechselten die Hauptschüler nach Holzappel, am 1. August 1973 folgten auch die Grundschüler. Heute, nach mehr als 25 Jahren ist von einer Übergangslösung keine Rede mehr und die Cramberger Schüler sind fester Bestandteil in der Holzappeler Schule.

 

 

Die Wandlung des Ortsnamens

 

1197 Kramberc 1261 Krampurg 1266 Crampurg
1328 Cromeburg 1336 Cramperg 1344 Cramburg
1417 Kramperg 1430 Crampirgk 1438 Krampersch
1455 Crambsbergk 1477 Krampurgk 1500 Cramperk
1561 Crambergk 1703 Kramperg 1733 Crambrich

Die häufige Formung des Namens im Mittelalter dürfte ihren Ursprung im Dialekt haben, eine einheitliche Schreibweise hatte sich zu dieser Zeit noch nicht durchgesetzt.

Erst im Jahre 1937 wird die amtliche Schreibweise auf den Namen Cramberg festgelegt; bis zu diesem Zeitpunkt wurde unterschiedlich Kramberg und Cramberg verwendet.

Die Herkunft des Namens ist nicht geklärt, es werden unterschiedliche Deutungen angeführt.

Wenig wahrscheinlich ist die Deutung Kramme = Krümmung; wegen der Krampenform des Lahnbogens, in dessen Mitte der Ort liegt.

Eine spätere Deutung war Krans, alter Name für Wacholder, offensichtlich wurde davon abgeleitet im 19. Jahrhundert das Wappentier Krammetsvogel (Wacholderdrossel) in das Gemeindewappen aufgenommen.

Möglich ist auch die Herkunft von dem Begriff Kram (Krämer = Händler). Vermutlich hatte Cramberg schon sehr früh einen Markt, der Name Märgärten oder Mergerten (Marktgärten) taucht schon in sehr alten Flurbezeichnungen auf.

 

 

Das Cramberger Wappen

 

Beschreibung aus dem Hessischen Ortswappenbuch
Die Ortswappen des ehemaligen Herzogtums Nassau- Nr 662:

Die Beschreibung des Wappens:
In Rot ein linkshin gewendeter goldener Krammetsvogel mit blauem Schnabel und blauen Füßen.

So der Schild in den Gemeindesiegeln des 19. und 20. Jahrhunderts, Farben ergänzt.
Es handelt sich um ein redendes Wappen.

Krammetsvogel ist die landläufige Bezeichnung der Wacholderdrossel.

Das alte Siegel des Gerichts Cramberg enthält einen Schild mit durchgehendem profiliertem Kreuz und in dessen zweitem Winkel ein Kreuzchen.

Es ist der abgewandelte westerburgische Wappenschild. Der Ort hat nämlich zur Herrschaft Schaumburg gehört, die den Grafen v. Leiningen-Westerburg zustand; und nachdem durch die Teilung von 1547 eine besondere Linie Leiningen-Schaumburg begründet war, ist das Siegel entstanden.

 

 

Die Kirche

Bereits 1319 ist eine Kapelle mit eigenem Geistlichen nachgewiesen; die zweite
Kapelle entstand 1516, die heutige evangelische Kirche 1791.

 

 

Die Crampburg

Im Jahre 1348 baute Ritter Heinrich von Crampurg in Cramberg eine Burg.

Diese Burg soll angeblich sehr klein gewesen sein, wie alle Burgen des niederen Adels der damaligen Zeit.

Der 30-jährige Krieg hat den Ort nicht verschont; die Burg wurde stark beschädigt und unbewohnbar.

Um 1634 haben die Spanier im Umkreis von Diez gelagert; dabei sollen viele Dörfer geplündert und vernichtet worden sein.

Die Cramberger Burg stand am Ende der heutigen Burgstraße. Die Mauerreste der Ruine sind im 18. Jahrhundert abgetragen worden, die dabei gewonnenen Bruchsteine wurden beim Bau der heutigen Kirche (1789 - 1791) mitverwendet. Letzte Überreste der Kellergewölbe sind bis in die heutige Zeit noch auffindbar.

 

 

Die Münzstätte

Cramberg war in den Jahren 1657 bis 1698 Prägestätte für eine Vielzahl von Silbermünzen. Die Herren von Schaumburg-Westerburg und Holzappel-Schaumburg ließen in Cramberg Gulden, Pfennige, Albusstrücke, Kreutzer und Batzen prägen.
Die Münzstätte ist nicht mehr erhalten, jedoch gibt es im Sammlerbesitz noch etliche Münzen.

Die Cramberger Münze

Im Jahre 1647 erhielt Peter Melander als Dank für seine Verdienste von Kaiser Ferdinand III die Bewilligung zum Bergbau, falls sich über kurz oder lang etwas dazu ergebe. Mit dieser Bewilligung wurde ihm gleichzeitig ein Münzrecht eingeräumt.

Infolge der kriegerischen Ereignisse wurde kaum Gebrauch gemacht von dem Recht; angeblich ist von den Prägungen nichts bekannt geworden. Im April 1657 wird ein Münzmeister Hettinger auf sein Amt vereidigt. Er schlug eine Vielzahl von Pfennigen, Weißpfennigen und Albus.

Ab 1683 wird der Münzmeister Conrad Bethmann aus Mecklenburg eingestellt. Die Prägungen hatten erhebliche Unzuträglichkeiten, die Münze stand fast ein Jahr still - die Frankfurter Juden wollten kein Silber mehr liefern. Eine kaiserliche Kommission führte im Jahre 1688 Vernehmungen durch, um die Unregelmäßigkeiten aufzuklären.

Als letzter Münzmeister mietete im Jahr 1696 Dietrich Zimmermann die Münze in Cramberg. Bereits ein Jahr später wurde er aufgefordert, sich vor der Kommission des Oberrheinischen Kreises wegen "Münzmalversation" zu verantworten. Seine Pacht lief 1698 ab. Die Tätigkeit der Münzstätte in Cramberg erlosch damit endgültig.

Nach mündlichen Überlieferungen soll die Münzstätte in einem kleinen Gebäude an der heutigen Oberstraße gegenüber dem alten Spritzenhaus gewesen sein. Dieses Gebäude war in massiver Bauweise errichtet. In den letzten Jahren fand es Verwendung als Hühnerstall, bevor es in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts abgerissen wurde.

Heute gibt es keine Hinweise mehr auf die Cramberger Prägestätte, Münzen jedoch sind noch vorhanden.

 

 

Das Wasserkraftwerk

1927 wurde das von den Main-Kraftwerken übernommene Wasserkraftwerk an der Lahn fertiggestellt, das noch heute zur Energiegewinnung der Region beiträgt.

Die Gemeinde liegt in der Lahnschleife „Cramberger Bogen“ rund hundert Meter über der Lahn (Höhenlage 200 m über NN).

Unter der Engstelle des Bogens wurde im Jahr 1926 ein Wassertunnel gebaut. An dem Auslauf steht das Wasserkrafwerk, das den Höhenunterschied des Wassers für die Erzeugung von Strom nutzt.

Seit 1862 fährt die Lahntalbahn durch den Cramberger Tunnel. Dieser Tunnel war mit seinen 732 Metern Länge viele Jahre der längste Tunnel in Deutschland.

 

 

Der Gabelstein

1932 hat der Cramberger „Club Gemütlichkeit" den herrlich gelegenen
Aussichtstempel auf dem Gabelstein errichtet; er ist heute noch beliebtes Ausflugsziel und bietet einen einzigartigen Blick in die Umgebung.

Die gesamte Gemarkung liegt im Naturpark Nassau. Der Bereich der stark zerklüfteten Felsen um den Gabelstein wurde zum Naturschutzgebiet Gabelstein-Hölloch erklärt.

Hier soll der vor Jahren abgewanderte Wanderfalke wieder seinen Lebensraum finden.

Die ruhige und von jeglichem Durchgangsverkehr abgeschiedene Lage des Ortes lädt zu Wanderung ein. Hierzu ist ein umfangreiches Netz an Spazier- und Wanderwegen vorhanden.

 

 

Höhlen in Cramberg

 

In früheren Jahren wurde in zahlreichen Cramberger Gruben Dachschiefer abgebaut, ebenso wurden Vorkommen von Eisenerz ausgebeutet. Heute wird in großen Mengen Quarzkies abgebaut.

Nähere Infos gibts bei dem Höhlenamateurforscher - Adolf Reinhardt

Zeittafel

Die Zusammenstellung, erstellt von Helmut Schöps, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine Gewähr für die Richtigkeit gibt es nicht. Änderungen und Ergänzungen werden gerne angenommen. 12/2012

 

1261 älteste vorgefundene Urkunde von Cramberg

 

1348 Ritter Heinrich von Crampurgk errichtet eine Burg in Cramberg

 

09.05.1657 In der Cramberger Münze werden die ersten Münz-Prägungen vorgenommen

 

11.10.1698 Ende der Tätigkeit der Münzstätte Cramberg

 

1736 Die Gemeinde richtet die erste Schule ein. (Kauf eines Wohnhauses mit Stall und Garten) -

heute Hauptstraße 19

 

1782 Neubau einer Schule (vor der Kirche) -heute Dorfplatz- 2. Cramberger Schule

 

1791 Fertigstellung der Kirche in Cramberg

 

1806 Durch Zusammenschluss verschiedener Fürstentümer entsteht das "Herzogtum Nassau", dem auch die Schaumburg angehört

 

01.01.1817 Die Gemeinde erhält von der Herrschaft Schaumburg die zum Hofgut gehörende "Schäferwiese" zur Anlegung eines Begräbnisplatzes. Zum Ausgleich wird das Lindenstück der Schaumburger Gemarkung übertragen

 

28.08.1823 Eröffnung des neuen Friedhofes in Cramberg, gleichzeitig Schließung des bisherigen Kirchhofes bei der Kirche

 

1833 Erste Feuerlöschspritze in der Gemeinde

 

1850 Der Cramberger "Zehnte" wird abgelöst

 

15.07.1854 Zustellung des ersten Postbriefes in Cramberg über das Postamt Limburg

 

1860 Neben dem Brandweiher wird die erste Wasserpumpe gebaut, sie ersetzt die bisherige Ziehpumpe (andere Quelle: 1886)

 

05.07.1862 Erster Zugverkehr auf der Lahntalbahn durch den Cramberger Tunnel

 

1866 Das Herzogtum Nassau wird dem Königreich Preußen eingegliedert

 

1867 Der Unterlahn-Kreis entsteht aus den Ämtern Limburg, Diez, Nassau und Nastätten. Limburg und Nastätten werden 1886 ausgegliedert.

 

1870 Bau der neuen Cramberger Schule -Hauptstraße 6- 3. Cramberger Schule (die alte Schule wird Rathaus, später Gemeinde-Wohnhaus)

 

1875 In der Goss wird ein Stollen gegraben zur Erhöhung der Wassermenge

 

01.07.1875 Gründung eines Viehversicherungsvereins für die Gemeinde

 

1887 Gründung des Männergesangverein Concordia Cramberg

 

31.07.1898 Gründung des Turnverein Cramberg

 

01.12.1900 Kramberg hat 560 Einwohner in 100 Wohngebäuden. 526 evangelisch, 14 katholisch, 20 Juden

 

1902 Bau der Brücke nach Geilnau und der Umladestelle im Geilnauer Berg

 

1902 Bau eines Gleisanschlusses von der Geilnauer Brücke nach Balduinstein

 

1903 Einstellung des Fährbetriebes zwischen Geilnau und Cramberg

 

11.02.1912 Die Gemeinde erwirbt in der Gemarkung Steinsberg Grundstücke zur Erschließung eines Quellgebietes mit Wasserleitung

 

1913 Pflanzung der Dorflinde „100 Jahre Befreiung von der Leibeigenschaft“.

 

1913 Bau der Wasserleitung in der gesamten Ortslage - Bau der Kanalisation in der gesamten Ortslage

 

1919 Bau der Straße nach Balduinstein. Jeder, der fahren kann, muss Steine in den Weg fahren

 

16.05.1920 Das Steineklopfen für die obere Dorfstraße ist durch die Gemeinde zu machen

 

10.1920 Zusammenschluss des Turnverein und des Jugendklub zum "Turn- und Sport-verein Eintracht Cramberg" Bestand nur bis zum 25.11.1922

 

05.06.1923 Erster Strom für die Gemeinde Cramberg

 

01.12.1924 Gründung einer Dreschgenossenschaft

 

19.04.1925 Die Dreschgesellschaft erhält von der Gemeinde das Gelände des Brandweihers zur Errichtung eines Maschinenschuppens

 

10.05.1925 Erster Fernsprechanschluss für das Bürgermeisteramt Cramberg

 

1926 Quelle in der Hehl wird gefasst. Mit einer Pumpe wird die Fassung an das Wassernetz des Ortes angeschlossen, Zusatzversorgung für das Ortsnetz

 

24.01.1926 Die Lahmayer-Werke erhalten die Genehmigung zum Bau einer Feldbahn Geilnauerberg - Weiningen - Aspen - Langenberg

 

28.08.1926 Einweihung der Turnhalle durch den Turnverein

 

1927 Bau einer Strom-Überlandleitung durch die RWE

 

07.07.1927 Das Wasserkraftwerk wird um 11.30 Uhr in Betrieb genommen.

 

1929 Eröffnung der Lahn als Wasserstraße für größere Schiffe

 

13.07.1930 Der Turnverein richtet das Gauturnfest aus

 

1932 Bau des Aussichtstempels auf dem Gabelstein, Klub "Gemütlichkeit".

 

20.04.1933 Pflanzung einer neuen „Hindenburg-Eiche“ am 44. Geburtstag Hitlers. Die am

2.10.1917 (70. Geb.) gepflanzte Hindenburg-Eiche war eingegangen.

 

1935 Abschluss der großen Konsolidation im gesamten Gemeindebereich

 

1935 Der Friedhof wird erweitert (Mauer aus großen Bruchsteinen)

 

18.01.1938 Die Schreibweise für den Ortsnamen wird auf Cramberg festgesetzt.

 

01.1944 Bau der Löschwasser-Zisterne (neben dem Dorfgemeinschaftshaus)

 

09.04.1948 Der Turnverein beantragt die Wiederzulassung als "Spielverein Cramberg"

 

01.12.1948 Erster Gemeinderat im neuen Bundesland Rheinland-Pfalz im Amt

 

08.12.1948 Gründung der VdK-Ortsgruppe Cramberg

 

22.06.1951.Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Cramberg

 

31.01.1953 Gründung des Obst- und Gartenbauvereins Cramberg

 

1954 Gründung des Frauen- und Mädchenchors Cramberg

 

1956 Verkauf der ersten Baugrundstücke an der neuen „Wingertstraße“

 

07.09.1956 Die Gemeinde beschließt einen Landtausch der Pfarrgärten gegen ein Baugrundstück für den Bau des neuen Pfarrhauses

 

1957 Abriss des Leiterhauses neben dem Stollenborn

 

05.1957 Kreis-Feuerwehrfest in Cramberg

 

03.1958 Die Gemeinde lässt erstmals Wasseruhren einbauen

 

07.11.1958 Die Prellball-Abteilung des Turnverein wird gegründet

 

1959 Alle Seitengassen werden ausgebaut (Fa. Ohl, Diez)

 

12.04. 1959 Weihe der drei Kirchenglocken (zwei neu, die Glocke aus dem Jahr 1951 wurde angepasst, die kleine Glocke von 1902 wurde eingeschmolzen)

 

05.1959 Abriss der Brücke nach Geilnau

 

1961 Bau des Feuerwehr-Gerätehauses in Eigenleistung

 

24.06.1962 Sängerfest zum 75-jährigen Bestehen des Männergesangvereins

 

1963 Bau einer Öl-Fernleitung durch die Gemarkung

 

07.12.1963 Die Gemeinde richtet erstmals einen Dorfgemeinschaftstag aus.

 

1965 Letzter Einsatz der Dreschmaschine, Verschrottung

 

22.04.1967 Übergabe des in Eigenleistung erweiterten (Aufstockung) Feuerwehrgerätehauses (Neuer Sitzungssaal für Gemeinderat)

 

26.11.1967 Einweihung der neuen Friedhofshalle / Erweiterung des Friedhofes in die alte Lehmkaute.

 

1968 Gründung des Landfrauenvereins Cramberg

 

1969 Die Jugendmannschaft des Turnverein Cramberg nimmt erstmals an den Deutschen Prellball-Meisterschaften teil und belegt dabei den 4. Platz

 

01.07.1969 Der Rhein-Lahn-Kreis entsteht aus den Kreisen Unterlahn und Loreley

 

01.08.1969 Die Fa. Grün beginnt mit der Ausbeute des Kiesvorkommens Heide

 

15.05.1970 Die Fa. Dr. Bauer übernimmt die Kiesgrube in der Heide

 

06.1971 Letzter Unterricht in der Hauptschule Cramberg

 

22.04.1972 Bildung der Verbandsgemeinde Diez aus 25 Gemeinden und der Stadt Diez

 

1973 Die Cramberger Kirmes wird erstmals von einem Verein in der Turnhalle ausgerichtet. Bisher war der Fichtenwirt der Ausrichter

 

1973 Die Feuerwehr baut die erste Spießbratenhütte am Gebück

 

06.1973 Letzter Unterricht in der Grundschule Cramberg

 

04.05.1974 Der Frauenchor wird erstmals „Meisterchor des Landes Rheinland-Pfalz“

 

1976 Verkauf der letzten Schule (Hauptstraße 6) und der Lehrer-Dienstwohnung

 

11.1977 Neubau der Wanderschutzhütte am Prangerhof, die bisherige Grillhütte von 1973 musste zuvor abgerissen werden

 

1978 Abriss der alten Schule (Hauptstraße 14) und des Backhauses/Rathauses mit Viehwaage -Bau des Dorfplatzes-

 

1978 Erneuerung der Strom-Überlandleitung (Erhöhung auf 380 kV)

 

01.10.1978 Bildung der Sozialstation Diez, die Diakoniestation Cramberg (ehemalige Schwesternstation) wird aufgelöst

 

09.12.1979 Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses

 

03.1980 Bau des Kinderspielplatzes auf dem alten Kirchhof neben der Kirche

 

06.04.1980 Erstmals nach dem 2. Weltkrieg wird wieder die Sommerzeit eingeführt

 

31.08.1980 Einweihung des neuen Dorfplatzes

 

23.09.1981 Erneuerung des Kirchturmhahnes (Gickelfest)

 

29.05.1983 Jubiläumsfeier für die 150 Jahre alte Feuerspritze

 

02.1984 Jahrhunderthochwasser, Kraftwerk droht zu überfluten

 

07.1984 Cramberg hat erstmals unter 500 Einwohner, der neue Gemeinderat hat nur noch 7 Ratsmitglieder

 

1985 - 1986 Ausbau aller Gassen zwischen Haupt- und Oberstraße

 

31.12.1986 Auflösung des Viehversicherungsvereins Cramberg nach 111 Jahren

 

01.02.1987 Die Fa. Hartmann übernimmt die Ausbeute der Kiesgrube in der Heide

 

30.05.1987 Jubiläumsfest zum 100-jährigen Bestehen des Männergesangvereins

 

08.1987 Abriss der Pumpstation und Umbau des Wasserbehälters in der Goss

 

1988 Der Obst- und Gartenbauverein legt in den brach liegenden Gemeindegärten hinter dem Friedhof (ehemalige Pfarrgärten) einen Obstbaum-Lehrgarten an. Die erste Pflanzung umfasst 14 Obstbäume

 

06.1988 Cramberg wird Kreissieger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“, 5. Platz im Regierungsbezirk, 8. Platz im Land Rheinland-Pfalz

 

31.12.1988 Erster Silvester-Umtrunk auf dem Dorfplatz. Landrat Gerd Danco stiftet den Rotwein, die Gemeinde die Laugenbrezel; die Freiwillige Feuerwehr übernimmt die Zubereitung und Ausgabe

 

08.1989 Das Dach des Aussichtstempels auf dem Gabelstein wird neu gedeckt, die Dachspitze wird erneuert

 

03.1990 Der Spielplatz wird saniert, Errichtung neuer Spielgeräte

 

08.05.1990 Großbrand in Cramberg, die Schreinerei Müller brennt vollständig ab

 

17.06.1990 Dekan Kuhmann wird nach 34 Jahren Dienstzeit als Gemeindepfarrer in den Ruhestand verabschiedet

 

14.04.1991 Der Turnverein richtet die 13. Westdeutschen Prellballmeisterschaften aus

 

01.07.1991 Die Gemeinde Schaumburg wird aufgelöst und kommt zu Balduinstein

 

08.09.1991 Die Gemeinde feiert das 200-jährige Bestehen der Cramberger Kirche

 

1992 Gründung des Fischereivereins Cramberg

 

06.1992 Bau einer neuen Buswartehalle in der Burgstraße neben dem Dorfgemeinschaftshaus. Die alte Wartehalle aus Beton wird auf den Bolzplatz umgesetzt

 

05.03.1993 Gründung des "Verein der Freunde und Gönner der Freiwilligen Feuerwehr Cramberg" als Auflage des LandesBrandschutzgesetzes

 

04.1993 Übernahme der alten Dreschhalle durch die Gemeinde, - Umbau, Verputz Ein Teil wird dem Obst- und Gartenbauverein zur Nutzung überlassen

 

1994 Gründung des Großkaliber-Schützenvereins Cramberg

 

1993 - 1994 Ausbau der Oberstraße

 

04.1994 Der Weiherplatz wird neu gestaltet und bepflanzt

 

07.1994 Cramberg hat wieder über 500 Einwohner, der neue Gemeinderat hat nunmehr 12 Ratsmitglieder (+ den erstmals urgewählten Bürgermeister)

 

1995 Demontage der Luftschutzsirene von der ehemaligen Schule, Umbau als Feuerwehrsirene auf die Turnhalle

 

08.1995 Bau eines Fußweges zum Bocker Haus entlang der Kreisstraßen K33/K34

 

10.1995 Das Telefonhäuschen neben dem Dorfgemeinschaftshaus wird wegen zu geringer Nutzung abgebaut

 

05.06.1996 Schließung des letzten Einzelhandelsgeschäftes (Metzgerei Hofmann)

 

1997 Ausbau der Burg- und Eckerstraße

 

1997 Ausbau der Straßen um den Friedhof

 

1997 Errichtung der Baustraße im Neubaugebiet "Am Trieb"

 

22.03.1998 Der Turnverein richtet die 35. Deutschen Prellballmeisterschaften aus

 

23.05.1998 Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen des Turnverein Cramberg

 

04.1999 In der Krummsohl wird von der Familie Koch eine der derzeit modernsten High-Tech-Schießsportanlagen Deutschlands in Betrieb genommen

 

18.06.2000 Einweihung der Kläranlage Cramberg

 

30.06 2000 Cramberg hat 494 Einwohner in 162 Wohngebäuden - 437 evangelisch, 37 katholisch, 20 ohne

 

10.2000 Erneuerung Umgebung und Eingangsbereich Dorfgemeinschaftshaus, Renovierung Feuerwehr-Gerätehaus (Elektroinstallation und neue Tore)

 

04.2001 Der Obstbaum-Lehrgarten wird um 7 Obstbaum-Sorten erweitert

 

05.2001.Die Freiwillige Feuerwehr feiert das 50-jährige Bestehen

 

08.10.2001 Der Weg vom Dorf bis zum Kraftwerk (2.150 m) wird neu asphaltiert Die SÜWAG (Lahnkraftwerke) sowie die VGW beteiligen sich an den Kosten

 

02.12.2001 Auf dem Dorfplatz wird erstmals ein Adventsmarkt unter Mitwirkung der Ortsvereine durchgeführt

 

23.03.2002 Der Turnverein richtet in der Zentralen Sportanlage in Diez die 24. West-deutschen Prellball-Meisterschaften der Senioren aus

 

07.2002 Die Außenfassade des Dorfgemeinschaftshauses erhält neuen Anstrich

 

08.2002 Ausbau der Borngasse mit dem Bereich um die Stollenpumpe

 

31.12.2002 Der Fischereiverein Cramberg löst sich zum Jahresende auf

 

06.2003 Am Goss-Brunnen (Quelle "In der Hehl") wird der Holztrog durch den OGbV erneuert

 

09.2003 Die Straße "In der Krummsohl" wird fertig ausgebaut

 

13.09.2003 Der Obst- und Gartenbauverein feiert sein 50-jähriges Bestehen

 

10.2003 Die Wasserleitungen Pumpstation Schäfergraben bis Hochbehälter sowie Hochbehälter bis zum Ortsanfang werden vollständig erneuert, gleichzeitig wird eine Druckerhöhungsanlage im Hochbehälter eingebaut

 

02.04.2004 Der Frauenchor beginnt mit einer Feierstunde im Dorfgemeinschaftshaus die Veranstaltungen zum 50-jährigen Bestehen des Vereins

 

05.06.2004 Der Frauenchor feiert mit einem dreitätigen Fest sein 50-jähriges Bestehen. das Festzelt ist auf der Wiese "In der Krummsohl" aufgebaut

 

13.07.2007 Bei bau einer Gasleitung zwischen Holzappel und Geilnau wird eine 1.850 kg schwere Luftmine aus dem 2. Weltkrieg ferigelegt und entschärft.

 

05.2008 Der Spielplatz neben dem Dorfgemeinschaftshaus wird vollständig neu gestaltet und erhält neue Spielgeräte.

 

07.2008 Erneuerung des Vorplatzes der Leichenhalle und der Wege auf dem Friedhof

 

03.2009 Die Bahn errichtet unterhalb des Gabelstein einen großen Fangzaun

 

03.2010 Im unteren Bereich Bocken wird ein Fangzaun für das Stein Geröll gebaut

 

08.2010 Die SÜWAG baut die Mittelspannungsleitung von Holzappel nach Cramberg ab. Versorgung über Leitung Kraftwerk - Holzappel und Erdkabel Anschluss

 

05.2011 Umbau Dorfgemeinschaftshaus - Treppenhaus, Behinderdertenaufzug, Küche

 

04. - 08.2011 Die Kreisstraße 33 (Bocken) wird vollständig erneuert

 

10.2011 Auf dem Judenfriedhof wird eine Gedenktafel errichtet

 

02.06.2012 Der Männergesangverein feiert sein 125-jähriges Bestehen

 

11.2012 Der Wassertrog in der Goss wird erneuert und neu gestaltet

 

11.2012 Die Pflanzbeete in der Hauptstraße werden umgestaltet und neu bepflanzt

 

17.11.2012 Der MGV pflanzt zum Jubiläum eine Linde am Rande des Sportplatzes

 

31.12.2012 Zum 25. Silvesterumtrunk kommt der Initiator, Landrat a.D Gerd Danco